JUBILÄUMSGRAT Tag 1

Jubiläumsgrat von der Zugspitze zur Alpspitze

Herausforderung

Dieses Jahr stand der Jubiläumsgrat ganz oben auf meiner Hoch-Tour -Liste. Eine Tour die ich  zusammen mit Bömi einem Guide von QUERBERGEIN bestreiten wollte. Dieser Gratweg zählt zu den spektakulärsten Hochtouren und Gratüberschreitungen der Ostalpen und führt von der Zugspitze zur Alpspitze. Der Jubiläumsgrat weist auf seiner kompletten Länge immer wieder Stellen in den Schwierigkeitsgraden I und II bis hin zu III- (UIAA) auf. Durch zwei Bergstürze im Jahr 2001 an der Vollkarspitze haben sich zudem die klettertechnischen Schwierigkeiten dort deutlich erhöht; das schwierigste Stück ist inzwischen wieder durch ein Drahtseil und Trittklammern entschärft, erfordert jedoch großen Krafteinsatz (Klettersteig Schwierigkeit D).

Begeher des Jubiläumsgrats müssen über absolute Schwindelfreiheit und Erfahrung im seilfreien Begehen von ausgesetzten Passagen verfügen. Der Grat ist zwischen Zugspitze und innerer Höllentalspitze teils nur einen halben Meter breit und bricht mehrere hundert Meter ins Höllental und zum Zugspitzplatt hin ab. Die konditionellen Anforderungen sind aufgrund der Länge des Grates hoch. Einige Stellen sind versichert, teils mit Stahlseilen, teils nur mit Haken zur Selbstsicherung. Im Sommer herrscht oft hohes Gewitterrisiko. Es gibt am Jubiläumsgrat keinerlei Schatten und keine Möglichkeit, zwischen Zug- und Alpspitze seine Flüssigkeitsvorräte aufzufüllen.

Anreise

Morgens um 5.00 Uhr ging es los, Ausrüstung ins Auto gepackt und schon begann die lange 7 stündige Fahrt in die Alpen. Mit einer kurzen Zwischenstation in Deutschlands ältester Stadt Kempten und einem ausgedehnten Frühstück mit einem dort wohnenden Freund. Gegen Mittag ging es dann gemütlich über Landstraßen weiter Richtung Höllentalklamm.

 

Unsere Tour starteten wir in Hammersbach am Eingang zur Höllentalklamm, da wir den Jubiläumsgrat „by fair means“ (ohne Seilbahn oder andere Fahrtechnische Hilfsmittel, nur zu Fuß) begehen wollten. Alleine dieser Zuweg zur Zugspitze ist schon von atemberaubenden Blicken und Eindrücken geprägt. Von Hammersbach führt ein Fußweg über rund drei Kilometer und etwa 300 Höhenmeter durch ein immer enger werdendes Tal zur Höllentalangerhütte und zum gebührenpflichtigen Weg durch die Klamm . Kurz vor der Hütte zweigt der Gebührenlose, aber etwas beschwerlichere und längere (½ bis ¾ Stunde längere Gehzeit) Stangensteig ab. Dieser verläuft oberhalb des Bachlaufes und führt auf halber Strecke über eine hohe Eisenbrücke über die Klamm. Bis auf den Tiefblick von der Brücke bleibt jedoch von hier die Sicht in das Innere der Klamm größtenteils verwehrt.

Etappenziel erster Tag

 

Unser Ziel für den ersten Tag war die HÖLLENTALANGERHÜTTE um dort zu übernachten, damit wir am nächsten Morgen früh zur Zugspitze aufsteigen konnten.

Die Höllentalangerhütte ist ein toller Hütten Neubau der den neusten Ansprüchen der Alpenvereinshütten nachkommt.

Aus Sicht des Alpenvereins war ein Ersatzbau unumgänglich, da die Hütte der Kategorie I in wesentlichen Punkten nicht mehr den heutigen Anforderungen an Brandschutz, Arbeitsstättenrichtlinien oder den hygienischen Anforderungen aus dem Lebensmittelrecht entspräche. (Quelle: DAV München&Oberland)

Wer mehr zur neuen Höllentalangerhütte erfahren möchte kann sich den Bericht des BR in BERGGESCHICHTEN ansehen .

Den Abend ließen wir dann nach dem Abendessen gemütlich vor der Hütte bei angenehmen Temperaturen und schönstem Alpenpanorama ausklingen. Anschließend bekam ich dann die Möglichkeit in meinen neuen Hüttenschlafsack RADIATOR THERMOLITE von COCOON reinzuschlüpfen. Hierin verbrachte ich einen angenehmen und wohligen Schlaf auch bei geöffneten Fenster und frischen Temperaturen.

Ende Tag 1, Fortsetzung folgt…

 

WELTENBUMMLER TIPPS:

  • wer durch das HÖLLENTALKLAMM auf die Zugspitze und Menschenmassen umgehen möchte startet am besten außerhalb der Saison oder zumindest an den Werktagen in der Woche
  • schöne Zwischenstation im Höllental : Höllentalangerhütte, Betten sind auch ganz bequem online zu buchen
  • wer gerne einen wärmeren Hüttenschlafsack hat dem kann ich den RADIATOR THERMOLITE von COCOON wärmstens empfehlen. Laut Hersteller bringt dieser zudem noch bis 9,4°C extra Temperatur als Inlett  im Schlafsack.
  • wer mehr auf Naturprodukte bei HÜTTENSCHLAFSÄCKE steht, dem empfehle ich allein schon wegen des Packmaßes einen SEIDENSCHLAFSACK.

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